Städtebau
wird heute kleinräumig betrieben. Die grossen Bauwerke, die
das Gesicht unserer Landschaft und der Städte prägen, die
Autobahnen, sind in dieser Betrachtung nicht einbezogen, obwohl diese
Bauwerke ganze Städte und Landesteile umformen. Im Unterabschnitt Neunutzung der Autobahnen wird ein städtebaulicher Aspekt in die Diskussion eingebracht, bei dem es darum geht, die Autobahnen ins Gewebe der künstlichen Umwelt besser einzubeziehen und zu optimieren. Der Kern der Aussage besteht darin, dass die Autobahnen viel mehr Ein- und Ausfahrten erhalten und so viel besser mit dem rangtieferen Strassennetz verbunden werden. Zweitens sollen alle Umschlagplätze von Massengütern über die Autobahnen gebaut werden, vorzugsweise an Stellen, wo parallel ein Schienenstrang verläuft und wo Schallschutz notwendig ist. So wächst die Metropole an den Verkehrsachsen organisch und nicht krebsartig über die ganze Landschaft. Es entsteht eine Bandstadt, die von den russischen Konstruktivisten angedacht wurde. Dieser Ansatz wurde erstmals Preisausschreiben des SIA „Raumplanung und Umwelt“ im März 1987 in die Diskussion eingebracht. Der Essay „konstruktive Deregulierung“ , der in der Arbeitgeber-Zeitung Nr. 3/94 veröffentlicht wurde, illustriert die Idee anhand des Oberhauser Riet in Zürich Nord sowie anhand der Region Aarau. Ein anderes grosses städtebauliches Thema ist das System der Müllentsorgung und -bewirtschaftung. Ich konnte bei einigen solcher Bauten mitwirken. Das entscheidende Thema in diesem Kapitel ist jedoch die Kompostierung. Bei flächendeckend richtiger Organisation des Grünabfall-Behandlung liesse sich das Müllaufkommen um 35% reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind organisatorische und bewusstseinsfördernde Massnahmen bis hinunter in den Haushalt notwendig. |
2003 |
| Neuklassierung A1 Zürich Bratislava - Vydrica Neunutzung Autobahnen Entsorgungsanlagen Wettbewerb Zürich-Letten |
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